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kleines Lexikon


Der Bodenrasten

(eine mit Balken verstrebte Rahmenkonstruktion) dient der festen Verankerung des Resonanzbodens und ermöglicht so dessen freies Schwingen. Bestehend aus dem Rastengerippe, dem Stimmstock und der Bodenlage bildet sie das Fundament, auf dem alles Weitere aufgebaut ist.

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Der Resonanzboden

(eine etwa 8 mm dünne Platte aus feinjährigem Mittelgebirgs-Fichtenholz) ist in leicht konvexer Wölbung unter Spannung auf den Bodenrasten verleimt. Auf dessen Rückseite sind stabilisierende Rippen verleimt, dabei hat jede Rippe ihr individuelles Profil, das den Membraneffekt des Bodens fördert.

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Der Steg

(meist aufrecht verleimte Rotbuche mit einer Krone aus Multiplex-Holz zur festen Aufnahme der Stegstifte, aber auch Bergahorn), welcher auf den Resonanzboden verleimt ist, überträgt die Schwingungsenergie der Saiten auf den Resonanzboden.

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Der Stimmstock

aus hartem Buchenholz (im heutigen Klavierbau Mehrschichten verleimt, um einen optimalen Drehmoment der Stimmnägel über Jahrzehnte zu gewährleisten), ist im oberen Bereich der Raste aufgeleimt und bildet nach dem späteren Aufpassen der Gussplatte mit den eingedrehten Stimmnägeln und dem von Diesen in enorm hoher Zugkraft gehaltenen Saitenbezug die Grundlage für eine gute Stimmhaltung.

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Die Besaitung

(Blankbezug für Mittellage und Diskant sowie Bassbezug mit Kupfer umwickelten Stahlsaiten) hat großen Einfluss auf die Klangkultur eines Flügels oder Klaviers. Dabei ist sowohl die genauestens berechnete Länge und Stärke der einzelnen Saiten (Mensur) als auch die Material-
qualität äußerst wichtig, um ein ausgeglichenes Klangbild zu erhalten.

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Die Gussplatte

aus Grauguss (welcher auf Grund des hohen Kohlenstoffgehaltes sehr hohe Druckfestigkeit besitzt und eine sehr geringe Eigenschwingung gewährleistet) gefertigt, welche die gewaltige Saitenzugkraft von über 20 Tonnen verwindungsfrei aufzunehmen vermag, schafft die Voraus-
setzung für den kräftigen, dynamischen Ton eines Pianoforte und wird auf das ganze akustische Gefüge so aufgepasst, dass der Resonanz-
boden als frei schwingendes Element erhalten bleibt.

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Die Mechanik

ist das so genannte Getriebe eines Flügels oder Klaviers und echte Klavierbaukunst, die über 6.000 Teile aus Holz, Leder, Filz und Stahl zu einem leichtgängigen Spielwerk zusammenzufügen. Nur das sichere Auge und der präzise Handgriff des erfahrenen Fachmanns sind in der Lage, ein solches Wunderwerk zu schaffen.

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Die Klaviatur

besteht aus 88 Tasten (52 Unter- und 36 Obertasten aus Fichtenholz mit flach liegenden Jahresringen), welche von im Waagebalken und Klaviaturvorderrahmen befindlichen Stiften geführt werden. Als Tastenbelagsmaterial wird im heutigen Klavierbau meist hochwertiger Kunststoff verwendet. Früher wurden Untertasten oft mit Elfenbein und Obertasten mit Ebenholz belegt. Das seitliche Tastenspiel ist mittels präzise eingeleimter Filztuchgarnierungen, welche dazu dienen, dass die Stifte nicht am Tastenholz anschlagen, so gering gehalten, dass die Taste gerade noch beweglich bleibt. Nur äußerste Sorgfalt bei der Auswahl der Materialien und höchste Präzision bei der Herstellung und Verarbeitung aller Teile geben die Garantie für ein einwandfrei funktionierendes Klavierspiel.

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Nächstes Konzert

Sonnabend, 21. März 2020

TRIO FRAUENRAUSCH
Sarah Stamboltsyan (Klavier)
Ani Taniguchi (Gesang)
Nathalie Senf (Gesang)

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